Was sind Supplets?

Posted on Posted in Uncategorized

Wir werden oft gefragt, was wir eigentlich machen. Unsere übliche Antwort („Ein modulares IoT-Baustein-System, kinderleicht über eine App zu bedienen, endnutzerfreundlich, zur Automatisierung beliebiger Vorgänge gedacht“) führt je nach Gesprächspartner zu einer von zwei möglichen Antworten:

  • IoT? Hä?
  • IoT? Gibt’s doch alles schon!

Mir ging es am Anfang als Praktikant bei BlocksLab genauso – erst war es das „Hä – IoT?“, und nach einer Woche Umfeldrecherche bin ich gewechselt zu „Gibt’s alles schon!“. Nach einer weiteren Woche habe ich dann so langsam begriffen, worum es geht, und will hier meine Erkenntnisse weitergeben für alle, die keine Zeit haben, mal eben ein paar Wochen in unserem Büro rumzuhängen.

IoT – Hä?

Den Begriff „IoT / Internet of Things“ haben die meisten Menschen zwar schon gehört, aber nicht verstanden. Einfache Definition: Es geht um Gegenstände, die elektronisch miteinander kommunizieren können und einem so Arbeit abnehmen. Welche Arbeit, fragt man sich? Sind wir nicht bisher super ohne IoT zurechtgekommen? Klar, sind wir vor 150 Jahren auch – ohne moderne Medizin, ohne Autos und ohne Internet. Das Problem aller neuen Technologien ist, dass anfangs kaum jemand ihren Nutzen erkennt. Ebenso verhält es sich zurzeit auf dem IoT-Markt – die Kunden müssen erst noch über das Potential von IoT informiert werden und sich davon überzeugen, dass ihr Leben mit IoT besser ist als ohne.

Zurzeit sind leider einige IoT-Produkte auf dem Markt, die kaum mehr sind als Gimmicks – sie bringen keinen echten Nutzen und sind keine große Hilfe bei der Aufklärung der Nutzer. Wo bitteschön liegt der Nutzen, wenn ich für das Lichtausschalten per App mein Handy nehme, die Bildschirmsperre deaktiviere, meine IoT-App aufrufe, den richtigen Schalter heraussuche und ihn betätige? In der Zeit kann ich fünfmal von der Couch aufstehen und den Lichtschalter betätigen!

Wir finden es viel sinnvoller, wenn das Licht von selbst angeht, wenn wir in den Raum kommen, morgens automatisch mit dem Wecker anspringt und alle Lampen automatisch ausgehen, sobald niemand mehr in der Wohnung bzw. im jeweiligen Zimmer ist. Automatisierung, Automatisierung, Automatisierung. Und zwar nicht von irgendeiner Firma voreingestellt, sondern direkt vom Benutzer je nach Belieben.

IoT – Gibt’s doch schon alles!

Der IoT-Markt ist noch sehr jung – eine Art Wilder Westen für neue Geschäftsideen. Der Investor Warren Buffett hat einmal – als Beispiel alle neuen Technologie-Märkte – daran erinnert, dass Anfang des 20. Jahrhunderts tausende Autofabrikanten aus dem Boden schossen, von denen viele wenig später wieder von der Bildfläche verschwanden. Niemand hätte zu der Zeit guten Gewissens vorhersagen können, welche dieser Firmen es schaffen und welche nicht. Ebenso ist es zurzeit beim IoT-Markt – ein pauschales „Gibt’s schon alles“ ist hier fehl am Platz, weil noch garnicht klar ist, welches Produkt sich letztlich durchsetzen wird.

Supplets – was genau ist das?

Simples Beispiel: Zwei Module aussuchen (I), zusammenstecken (II) und schon habe ich einen Supplet-Stapel (III), der die Feuchtigkeit meiner Zimmerpflanze überwachen kann. Über die App lasse ich mich bei Trockenheit benachrichtigen. Die Bausteine im Bild dienen nur der Veranschaulichung, das eigentliche Supplet wird anders aussehen.

Supplet Bausteinsystem - UseCase Zimmerpflanze
Beispiel mit unseren Prototypen und Symbol-Bausteinen

BlocksLab schafft mit Supplets ein IoT-Produkt mit einem einzigartigen Mix von Eigenschaften:

  • Es sind kleine, preiswerte elektronische Kästchen in abgeschlossenen Gehäusen, die man je nach Bedarf zu einem machtvollen Suppletstapel zusammenstecken kann.
  • Sie kommunizieren über Bluetooth miteinander und mit dem Smartphone des Nutzers. Wenn man will, auch über das Handy-Netz oder WLAN.
  • Sie sind Cloud-unabhängig (das ist wichtig für sensible Daten), können aber mit einer Cloud verbunden werden, sofern gewünscht.
  • Sie sind dank Akkus über mehrere Wochen unabhängig von Stromzufuhr.
  • Jedes Supplets hat ein eigenes Set an Sensoren an Bord, mit denen es seine Umwelt misst. Das sind zum Beispiel Thermometern, Hygrometer, GPS-Empfänger und CO2-Sensoren – der Katalog lässt sich fast beliebig erweitern.
  • Mit einer zugehörigen App lassen sich Vorgänge automatisieren – z.B. kann man Hygrometer- und Handynetz-Supplet zusammenstecken und dem Stapel einimpfen, dass er einem bei mehr als 70% Luftfeuchtigkeit eine SMS schickt (so kann man rechtzeitig gegen Schimmelbildung in Räumen vorgehen). Oder man kombiniert die Supplets mit einem „Aktor“ – z.B. einem kleinen Roboterarm, der das Fenster bei zu hoher Feuchtigkeit von selbst öffnet und beim Sinken des Wertes unter 50% wieder schließt.
  • Wenn man keine Lust mehr auf den Fenster-Trick hat, kann man den Supplet-Stapel mit zwei Handgriffen auseinandernehmen und neu kombinieren, z.B. um eine kleine Wetterstation im Gewächshaus aufzubauen oder sich bei eisigen Außentemperaturen früher aufwecken zu lassen, damit man es rechtzeitig zur Arbeit schafft.

Zusammenfassung: Mit Supplets kann man beliebige Aufgaben automatisieren, indem man sich einen Supplet-Stapel zusammenbaut und ihm mit der App eine Aufgabe zuteilt.

Let’s supp! – Euer Praktikant

 

One thought on “Was sind Supplets?

Comment Supplets - let's supp!